Keine Meinung - Der Philosophie-Podcast

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Marxismus

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Primitivling
by Primitivling on
Was, wenn die substanziellen Aussagen des Idealismus und des Materialismus des 19. Jahrhunderts beide zugleich ihr Ziel der Beschreibung verfehlen? Der Materialismus beschreibt die Fehlentwicklungen geschichtlicher Prozesse als Tendenz zu einer Hörigkeit von Ideen, die in einem Idealismus kulminieren. Der Idealismus beschreibt die Realität als dem angestrebten Ideal nicht entsprechend, kritisiert diese und entwirft dahingehend Perspektiven, die den materiellen Gegebenheiten nicht unbedingt entsprechen müssen. Beide Ansätze eint der gedankliche, auseinandersetzende Zugriff - sie differieren bloß in der Hinsicht. Was, wenn die schriftgütlich getriebene Geschichte schon durch und durch idealistisch ist, deren Bedingungen in materiellen Revolutionen der urzeitlichen Vorgeschichte liegen? Wie weit ist eigentlich "der Weg" vom Bauern zum Priester tatsächlich? Setzt der Bauer durch Produktion eines Mehr an Bedarf nicht erst die Kräfte frei, die ihn letztlich unterdrücken? "Das Produkt" dieser Vorgänge wäre ein rationalistischer Mensch, der sich über seine Verfahrensweisen selbst versteht, aber seine materiellen Bedingtheiten erst noch verstehen muss, mit der Aussicht sie nie wirklich aufdecken zu können, weil sie ratiogenetisch sind und damit außerhalb des rationalen Zugriffs liegen und zusätzlich noch außerhalb des durch Ausgrabungen Erforschbaren. Dem Idealismus wäre er dadurch qua Intuition immer vertrauter. [Am Thema vorbei geschossene Grüße]

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